Chemietarifrunde

Die Bezirke Halle-Magdeburg und Leipzig heizen ein!

Leuna. 200 Betriebsräte, Vertrauensleute und Mitglieder konnte die IG BCE zu ihrem Aktionstag im Rahmen der Tarifrunde Chemie nach Leuna mobilisieren. Gerald Schneider, Mitglied der Tarifkommission, begrüßte diesen Zulauf. „Die Arbeitgeber müssen sich endlich bewegen!“ Weder auf den neun regionalen, noch auf der  Bundesverhandlung legten die Arbeitgeber ein Angebot vor. Es würde nur einen geringen Verteilungsspielraum geben, meinten sie, genauer wurden sie in ihren Vorstellungen dabei nicht.

Bezirk Leipzig

Battle Beats

Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen ist auch Wilfried Rosinski angereist. „Die Lage in den Unternehmen sieht gut aus, es gibt keinen Grund für die Arbeitgeber so zu mauern“, meint der Betriebsratsvorsitzende der Solvay Chemicals GmbH in Bernburg. „Die Produktion lief im letzten Jahr auf einem hohen Niveau, daran sollten die Beschäftigten auch Anteil haben – immerhin haben sie es erwirtschaftet.“ Auch Gerald Schneider bestätigt die Einschätzung zur wirtschaftlichen Lage: „Die TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH hat im Geschäftsjahr 2014 die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Darüber hinaus haben wir im letzten Jahr mit technischen Maßnahmen in die Wettbewerbsfähigkeit der Raffinerie investiert, die uns momentan zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen können.“

Nicht nur bei der Lohnerhöhung, auch im Bereich Demografie zeigten sich die Arbeitgeber stur. Die IG BCE will eine stärkere Orientierung der Arbeitszeit an die verschiedenen Lebensphasen. Vor allen Dingen der Knowhow-Verlust in den Unternehmen, durch das Ausscheiden ältere Arbeitnehmer, muss aufgefangen werden. „Ältere Arbeitnehmer sollten zeitlich entlastet werden, damit sie gesund die Rente erreichen können“, so Erhard Koppitz, Bezirksleiter der IG BCE Halle-Magdeburg.

Die Gruppe Battle Beats aus Berlin heizte den 160 Teilnehmern im Kulturhaus Leuna richtig ein. „Sie demonstrieren die Power, die wir haben“, erklärt Koppitz. „Auf diesem Aktionstag haben wir ein klares Zeichen gesetzt, um den Druck in den Betrieben zur Durchsetzung unserer berechtigten Forderung von 4,8 Prozent zu erhöhen. Die Nullnummer, die die Arbeitgeber vorgelegt haben, ist ein Affront gegenüber den Beschäftigten, die täglich mit viel Fleiß und hohem Einsatz ihre Leistungen in den Betrieben erbringen!“

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