Tarifverhandlungen bei OEWA

Schlichtung oder Streik?

Bei den Tarifverhandlungen bei der OEWA Wasser und Abwasser GmbH in Döbeln hat sich nichts bewegt. Der Arbeitgeber hatte sein Angebot aus der 2. auch in der 3. Verhandlungsrunde nicht verbessert. Nun hat die Tarifkommission der IG BCE vorgeschlagen, in die Schlichtung zu gehen. Das setzt voraus, dass sich der Arbeitgeber und die Tarifkommission auf eine unabhängige und neutrale Person verständigen können.

09.02.2018
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In der Schlichtungsverhandlung bringen beide Seiten ihre Argumente und Forderungen ein. Anschließend gibt der Schlichter einen eigenen Vorschlag für eine Einigung ab. Termin: 9. März. Bei der Verhandlung kann der Arbeitgeber den Schlichtungsvorschlag allerdings ebenfalls ablehnen. Das würde bedeuten, dass Arbeitskampfmaßnahmen nötig werden.

Das Angebot der OEWA Wasser und Abwasser GmbH aus der 2. Verhandlungsrunde sieht eine Entgelterhöhung um 57 Euro für jede Entgeltstufe und die Erhöhung des Weihnachtsgeldes von 90 auf 95 Prozent. Daran hält die Geschäftsführung weiterhin fest. Ihr Argument: Eine hohe Tarifsteigerung würde bei den Kunden zu mehr Kosten bei Trink- und Abwasser führen. In der 3. Verhandlungsrunde war nun sogar von Umstrukturierung, Ausgliederung und Kündigungen die Rede.

Die IG BCE hält dagegen: Die Gebühren haben sich, trotz der jährlichen Entgelterhöhungen bei der OEWA in den letzten vier Jahren in Grimma und Döbeln, nicht erhöht.

Wir lassen uns als Tarifkommission nicht unter Druck setzen. Wir kämpfen für unsere Mitglieder und wollen eine angemessene und gerechte Entgelterhöhung durchsetzen.

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