Dresden: Revierappell übergeben

8719 Unterschriften im Gepäck

Wichtiges Gespräch mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU): Fünf Vertreter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Bezirk Leipzig haben am 13. November in der Dresdner Staatskanzlei einen Revierappell übergeben, den 8719 Menschen unterschrieben haben. Es geht dabei um die Zukunft des Mitteldeutschen Braunkohlereviers. Ministerpräsident Kretschmer nahm die Stellungnahme entgegen.

Katrin Schreiter

Dresden Wichtiges Treffen: (v. l.) Jens Littmann, LEAG-Betriebsratsvorsitzender Kraftwerk Lippendorf, Volker Jahr, MIBRAG-Betriebsratsvorsitzender, IG BCE-Bezirksleiter Normen Friske, Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Holger Riedel, LEAG-Betriebsratsmitglied Kraftwerk Lippendorf und Willy Möckel, Vorsitzender der Jugend- und Auszubildenden-Vertretung bei der MIBRAG.

„Es geht uns vor allem um belastbare und nachhaltige Zukunftskonzepte“, sagte Leipzigs Bezirksleiter Norman Friske im Gespräch mit Sachsens Regierungschef. Friske wurde begleitet von Volker Jahr, MIBRAG-Betriebsratsvorsitzender, Jens Littmann, LEAG-Betriebsratsvorsitzender Kraftwerk Lippendorf, Holger Riedel, LEAG-Betriebsratsmitglied Kraftwerk Lippendorf sowie Willy Möckel, Vorsitzender der Jugend- und Auszubildenden-Vertretung bei der MIBRAG.

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    Katrin Schreiter

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„Wir brauchen einen Strukturwandel, der gute Industriearbeit sichert“, betonte Riedel. Mit Sorge verfolge man die Planung der Bundesregierung, die eine schrittweise Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung vorsieht. Das LEAG-Betriebsratsmitglied warnte in diesem Zusammenhang vor einem verfrühten, von Symbolpolitik getriebenen „Abschalten“. Das hätte schmerzhafte Folgen für die gesamte heimische Industrie, bekräftigte auch Friske: „Kahlschlag in den Regionen, steigende Energiepreise und Jobabbau.“

"Anwalt der Bergleute"

Ministerpräsident Kretschmer zeigte sich verständnisvoll: „Es ist wichtig, für einen vernünftigen Strukturwandel und eine sichere Energieversorgung zu kämpfen.“ Und signalisierte seine Unterstützung: „Ich sehe mich als Anwalt der Bergleute. Wir müssen wachsam sein, dass Deutschland nicht leichtsinnig an dem Ast sägt, auf dem unsere Volkswirtschaft sitzt.“

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