Betriebsratswahlen 2018

Gemeinsam für eine starke Vertretung

Die regelmäßigen Betriebsratswahlen finden alle vier Jahre statt. 2018 ist ein solches Wahljahr. Bei der MIBRAG (Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH) werden 1700 Mitarbeiter aufgerufen, vom 13. bis 15. März ihre Stimme abzugeben. Unter den Kandidaten gibt es auch neue Gesichter: Die beiden IG BCE-Mitglieder Uwe Wolfram und Christian Hoppensack stellen sich zum ersten Mal zur Wahl. Wir haben mit ihnen über ihre Motive gesprochen.

Katrin Schreiter

Betriebsratswahlen 2018 Zwei engagierte IG BCE-Mitglieder: Christian Hoppensack (li) und Uwe Wolfram.
08.01.2018
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Die Wahlen stehen unter dem Motto: „Für uns – Gemeinsam für eine starke Vertretung“. Das ist natürlich auch der Grundsatz von Uwe Wolfram: „Wir brauchen eine starke Arbeitnehmervertretung, um kraftvoll nach außen auftreten zu können – Stichwort Mahnwachen, Demos ...“, erklärt der 48-Jährige. „Das ist durch die politische Situation derzeit besonders wichtig.“

Uwe Wolfram, der seit 1990 als Schlosser im Unternehmen arbeitet, will sein Augenmerk als Betriebsratsmitglied aber auch auf interne Probleme lenken. „Ich habe in letzter Zeit festgestellt, dass der Zusammenhalt zwischen den Kollegen immer schlechter wird. Das finde ich bedenklich“, kritisiert der engagierte Kollege, der seit Mitte der 90er Jahre Vertrauensmann in seinem Bereich Bandanlagen Tagebau Profen/Schwerzau und seit drei Jahren auch Vorsitzender des Vertrauenskörpers der IG BCE ist.

„Jeder sollte die Arbeit des anderen respektieren und wertschätzen“, fordert Uwe Wolfram, der sich dafür besonders stark machen will. Das gehe auch an die Adresse der Führungskräfte, kündigt er an. „Viele Probleme – zum Beispiel im Arbeitsablauf – sind hausgemacht. Sie entstehen vor allem, weil die Leute nicht miteinander kommunizieren.“

Verlässlicher Ansprechpartner

Für Christian Hoppensack ist besonders der demokratische Gedanke der Mitbestimmung wichtig. „So, wie ich auch mein privates Leben in der Partnerschaft und im Freundeskreis gestalte – also miteinander – so sollte es auch im Unternehmen möglich sein, dass Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite mehr zusammen entscheiden“, wünscht sich der 35jährige Fachingenieur, der seit vier Jahren in der MIBRAG-Abteilung Elektrotechnik arbeitet.

In der Jugend- und Auszubildendenvertretung, deren Vorsitz er einige Zeit innehatte, konnte Christian Hoppensack schon früher Erfahrungen mit dem Betriebsrat sammeln – wenn auch in einem anderen Unternehmen. „Als Betriebsrat sehe ich mich natürlich zuallererst als Interessenvertreter der Arbeitnehmer“, stellt der gebürtige Schweriner klar. „Aber es muss auch Verständnis für die andere Seite geben. Ziel bei einem Problem muss sein, dass die Lösung am Ende möglichst für beide Seiten akzeptabel ist.“

Christian Hoppensack, der mithilfe der Hans-Böckler-Stiftung studiert hat, möchte „etwas zurückgeben“. „Ich würde gern ein verlässlicher Ansprechpartner für die Kollegen sein – nicht nur, wenn sie Probleme haben.“

Termin notieren, wählen gehen!

Sie sorgen für Gute Arbeit im Betrieb, verbessern Arbeitsbedingungen und federn bei Krisen die Auswirkungen auf die Beschäftigten ab – vom 1. März bis 31. Mai 2018 wählen Belegschaften ihre neuen Betriebsräte.

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