Stark im Betrieb

Schwerbehindertenvertretung

Knapp ein Zehntel der Bevölkerung ist schwerbehindert. Die Interessen der schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen gegenüber dem Arbeitgeber werden von den Schwerbehindertenvertreterinnen und -vertreter vertreten. Sie haben ein Aufgabenfeld, das von eigenständiger Verantwortung, aber auch vom Zusammenspiel anderer Entscheidungsträger in Betrieb und Verwaltung geprägt ist. Die betrieblichen Entscheidungsträger sind auf der einen Seite Geschäftsführung beziehungsweise Arbeitgeber, auf der anderen Seite der Betriebsrat.

IG BCE

Grundlage für die Arbeit der Schwerbehindertenvertretung bilden die Regelungen des Sozialgesetzbuches, Neuntes Buch (SGB IX). Sie definieren Aufgaben, persönliche Rechte und Pflichten. Es stattet die Schwerbehindertenvertretung mit umfangreichen Kompetenzen aus. Der gesetzliche Auftrag und betriebliche Handlungsbedingungen bestimmen die Rolle der Schwerbehindertenvertretung.

Im betrieblichen Alltag sind die Erwartungen und Anforderungen an die Schwerbehindertenvertretung in den Bereichen Beratung und Betreuung nicht unerheblich. Die Interessenvertretung wird zu unterschiedlichen Themen angesprochen und mit den unterschiedlichsten Anliegen konfrontiert.

Sie soll sein:

  • Ansprechpartner,
  • freundlicher Helfer,
  • sachkundiger Ratgeber,
  • Verhandlungspartner,
  • streitbarer Anwalt,
  • Anlaufstelle für alle Probleme.

Diesen Anforderungen kann die Schwerbehindertenvertretung nur gerecht werden, wenn sie sich im Rahmen von Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen Kompetenz aneignet und damit eine solide Ausbildungsgrundlage besitzt, die Unterstützung der Betriebsräte, Integrationsämter, Gewerkschaften, Verbände bekommt und das SGB IX und andere Gesetze kennt und dementsprechend handelt.

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